West Nile Delta

Nur knapp zwei Jahre nach der Unterzeichnung umfangreicher Vereinbarungen wurde die Produktion in einem der größten Projekte der DEA-Geschichte aufgenommen - West Nile Delta im Mittelmeer vor der ägyptischen Küste. Dies ist ein sehr wichtiger Meilenstein, nicht nur für DEA und Betriebsführer BP, sondern auch für das Land Ägypten.

Die Förderung aus zwei von insgesamt fünf Feldern startete im März 2017 mit Taurus und Libra. Die verbleibenden drei Felder des Projekts Giza, Fayoum und Raven werden 2019 in Produktion gehen.

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Die West Nile Delta-Felder im Mittelmeer

Die Felder des Projekts West Nile Delta liegen etwa 65 bis 85 Kilometer vor der Küste Alexandrias und wurden während der Explorationsphase von 2000 bis 2010 entdeckt. Die Gas- und Kondensatfelder werden in mehreren Phasen entwickelt. In der ersten Phase werden die fünf Hauptfelder Taurus, Libra, Giza, Fayoum und Raven entwickelt. Die weiteren Fündigkeiten Maadi, Viper, Ruby, Polaris and Hodoa sollen zu einem späteren Zeitpunkt entwickelt werden. Die Produktion aus den Offshore-Gasfeldern des Projekts West Nile Delta wurde am 24. März 2017 aufgenommen. Sobald aus allen fünf Feldern Gas gefördert wird, erhöht sich DEAs Produktion in Ägypten um mehr als 250 Millionen Kubikfuß Gas pro Tag (ca. 40.000 Barrel Öläquivalent pro Tag).

Effiziente Nutzung bestehender Infrastruktur zur Beschleunigung der Feldesentwicklung

Das WND-Projekt ist in die Umsetzungsphase gegangen, nachdem Projektpartner DEA und Betriebsführer BP die endgültigen Vereinbarungen im März 2015 unterzeichnet haben. Die Entwicklung von zwei Feldern, Taurus und Libra, konnte beschleunigt und so bereits die Produktion in beiden Feldern aufgenommen werden.

Der Schlüssel zur Beschleunigung der ersten Projektphase lag in der effizienten Nutzung von bestehender Infrastruktur. Durch effizientes Projektmanagement konnte das Team unter Budget bleiben und diesen Meilenstein vor dem ursprünglichen Zeitplan erreichen.

Die beiden Felder Taurus und Libra sind Unterwasser-Entwicklungen mit insgesamt neun Bohrungen und einer 42 Kilometer langen Offshore-Anbindung an die bestehende Offshore-Infrastruktur. Die Offshore-Infrastruktur von Taurus und Libra wurde in einer Wassertiefe zwischen 60 und 800 Metern installiert. Auf dem Meeresboden wurden zwei Verteilermodule (Manifolds), insgesamt 79 Kilometer Pipeline, 68 Kilometer Kontrollkabel für die Steuerung und 24 Kilometer flexibler Flowlines für die Bohrungen installiert. Die Offshore-Installation begann im Juli 2016 und wurde im Februar 2017 fertiggestellt.

Schwerlast- und Pipeline-Montageschiff „Seven Borealis“
Kranhub des Erweiterungsmoduls von „Seven Borealis“ auf Burullus
Offshore-Transport von Fundamentpfählen (Saugpfählung)
Kranhub des Montage Hilfs-Rahmens
Verladung des ersten Taurus-Libra Christmas-Trees
Installation der Manifold-Schutzstruktur
Installation eines 24” Gasleitungs-Passstücks
Taurus-Libra Einbinde-Manifold und Schutzstruktur in der Petrojet Werft

Die verbleibenden drei Felder Giza, Fayoum und Raven werden über eine lange Tiefsee-Distanz mit der Küste verbunden. Die bestehende Rosetta-Anlage wird für Giza und Fayoum modifiziert und in eine neue angrenzende Onshore-Verarbeitungsanlage für Raven integriert.

Stahlbau-Aktivitäten auf der Raven Onshore Baustelle

Geologische Eigenschaften

Die Felder Giza, Taurus, Libra, Fayoum, Maadi, Viper, Polaris und Ruby verfügen über Gasressourcen in den Pliozänformationen, während sie bei Raven in den tieferen Miozänformationen liegen. In der Hodoa-Fündigkeit liegen die Gasressourcen in den Oligozänformationen.

Überblick

Produktionsstart24. März 2017
Lizenzanteile (WI)DEA: 17,25%
BP (Betriebsführer): 82,75%
LageEtwa 65 bis 85 Kilometer vor der Küste Alexandrias in Ägypten
Felder

Entwicklung in erster Phase: Taurus, Libra, Giza, Fayoum und Raven
Entwicklung in späteren Phasen: Maadi, Viper, Ruby, Polaris und Hodoa

Geologie

Pliozänformationen
Miozänformationen
Oligozänformationen