Datenmodelle und Interpretation

Die Datensätze, die wir in unseren Seismik-Kampagnen sammeln und durch geochemische und geophysikalische Untersuchungen ergänzen, sind äußerst umfangreich und komplex. Sie stammen aus mehreren Erhebungen, haben unterschiedliche Auflösungen, also Detailgenauigkeiten, und überschreiten mit ihren komplexen Attributen leicht eine Größe von 100 Gigabyte. Das entspricht in etwa einem MP3-Player mit 20.000 Liedern. 

Unsere Experten müssen nun sämtliche Daten, die mit den unterschiedlichen Verfahren erhoben wurden, vergleichbar machen und in einem einzigen Modell bündeln. Erst ein solches integriertes Geomodell liefert uns eine Vorstellung davon, wie sich der Untergrund in einem bestimmten Gebiet über Jahrmillionen entwickelt hat, welche geologische Gestalt er aufweist und über welche Eigenschaften diese tiefen geologischen Formationen verfügen.

Trotz hoher Datendichte bleibt ein Interpretationsspielraum

Bei der Erstellung eines Modells sind wir uns stets bewusst, dass es in fast allen Daten, die wir erheben, Mehrdeutigkeiten gibt. Das bedeutet: Auch wenn die Datendichte sehr eng ist, bleibt immer ein Interpretationsspielraum. Am Ende steht also lediglich ein Modell – und kein hundertprozentiges Abbild des Untergrunds. Unser Ziel ist es, Unsicherheiten gering zu halten, die Präzision der Prognose von Lagerstätten zu verbessern und die Risiken von Bohr- und Förderungsaktivitäten zu minimieren.

Voraussetzung für eine hochwertige Interpretation sind moderne Systeme, die interaktive Visualisierungen mit einer extremen Rechenleistung kombinieren. Mit ihnen gelingen uns immer schnellere und präzisere Modellberechnungen. Geschwindigkeit und Präzision sind für DEA wichtig: Sie verschaffen uns bei der Bewerbung um Konzessionen einen zeitlichen Vorsprung. Und sie erhöhen unsere Chancen, tatsächlich auf Öl oder Gas zu stoßen.