Geologische Forschung

Feste Schuhe, Hammer und Lupe – sie stehen am Anfang der geologischen Forschung von DEA. Gut ausgerüstet begeben sich die Spezialisten auf Zeitreise. Im Gelände untersuchen sie Gesteinsformationen, die sich vor Millionen von Jahren gebildet haben. Steil ragen die Aufschlüsse vor den Geologen in die Höhe. Aus ihnen lesen sie wie aus einem Buch. Analog lässt sich schließen, wie es im Untergrund aussieht – dort, wo sich möglicherweise Öl und Gas in größeren Mengen gebildet haben.

Mikrofossilien geben Hinweis auf das Alter von Gesteinen

Fossilien liefern wichtige Hinweise über die Gesteinsschichten

Beim Blick auf die offenliegenden Formationen und bei der genaueren Untersuchung der genommenen Proben ist Fachkenntnis gefragt. Gefüge, Struktur und Textur des Gesteins – die Lithologie – stehen unter Beobachtung. Auch mit der Paläontologie müssen die Fachleute vertraut sein: Fossilien in den Sedimentgesteinen und allgemeine Spuren urzeitlichen Lebens liefern wichtige Hinweise. Die Gehäuse ehemaliger Mikrolebewesen werden genutzt, um das Alter von Gesteinsschichten zu bestimmen und um Beziehungen zwischen verschiedenen Bohrungen aufzuzeigen.

Spezialisten untersuchen Gesteinsproben unter dem Mikroskop 

Die Geologen kartieren die Wände von Aufschlüssen und Steinbrüchen sowie flächige Gebiete, um später strukturelle und fazielle Interpretationen vornehmen zu können. Sie entnehmen Gesteinsproben, von denen unsere Spezialisten im Labor in Wietze Dünnschliffe fertigen. Diese werden dann unter dem Licht- und Rasterelektronenmikroskop untersucht. Das Augenmerk liegt dabei auf der Gesteinszusammensetzung, der Korngröße und den Porentypen. Die Experten im Labor müssen vor allem die Frage beantworten, wie porös und durchlässig das Gestein ist.

Satellitenbilder und Recherchen runden das Bild ab

Aber nicht nur unter freiem Himmel und im Labor sind die Geologen von DEA für ihre Forschungen unterwegs. In Bibliotheken, Datenbanken und im Internet betreiben sie Literaturstudien, um alle relevanten Informationen zu sammeln, die über ein bestimmtes Gebiet archiviert sind. Was nicht frei zugänglich ist, wird in aller Welt eingekauft. Das betrifft spezielle Studien, Daten aus seismischen Messungen der oberen Erdkruste oder Explorationsergebnisse. Auch Satelliten- und Luftbilder sind von höchstem Interesse, da die Fachleute auf ihnen sehen können, an welchen Stellen beispielsweise Störungen, Falten oder Überschiebungen der Erdkruste auftreten.

Speichergestein ist wichtigste Informationsquelle

Eine Reihe geologischer Untersuchungen findet dann statt, wenn bereits die ersten Bohrungen durch einen Reservoirkörper erfolgt sind. Solche Körper zeichnen sich durch eine hohe Porosität und Durchlässigkeit gegenüber dem umliegenden Sedimentgestein ab und sind deshalb als Speichergestein für Erdöl und Erdgas höchst interessant. Unsere geologischen Untersuchungen konzentrieren sich auf internen Aufbau, Größe und Geometrie der Reservoirkörper, um so eine Detailvorstellung von ihnen zu entwickeln.

Am Ende der Forschung schlägt die eigentliche Stunde für die Geologen: Sie müssen möglichst genaue Vorhersagen über das vermutliche Volumen an Erdöl oder Erdgas im Untersuchungsgebiet machen. Erst dann entscheidet DEA über zukünftige Entwicklungs- und Explorationstätigkeiten.