Speicherarten

Es gibt zwei Arten von Untertagespeichern: Kavernen- und Porenspeicher. Sie befinden sich in Tiefen zwischen 500 Metern und 2.500 Metern unter der Erde.

Porenspeicher

Porenspeicher: Ehemalige Erdgaslagerstätten

Porenspeicher nutzen die natürliche Porosität und Durchlässigkeit von Sandsteinschichten. Das Erdgas lagert sich in den Poren und Klüften des Sandsteins ein. Sowohl bereits erschöpfte ehemalige Erdgaslagerstätten als auch Aquifere eignen sich für diese Art der Speicherung.

Aquifere sind ursprünglich mit Wasser gefüllte Gesteinsschichten, aus denen das Wasser durch Injektion von Erdgas verdrängt wird. Der Porenspeicher eignet sich aufgrund des großen Speichervolumens vorwiegend zur Abdeckung saisonaler Schwankungen.

Kavernenspeicher

Kavernen: künstlich erzeugte Hohlräume in Salzformationen

Im Gegensatz zu Porenspeichern sind Kavernen künstlich erzeugte Hohlräume in tiefen Salzformationen, die durch kontrolliertes Auflösen des Salzes mit Wasser (Aussolung) geschaffen werden. Sie können eine Höhe von mehreren 100 Metern und einen Durchmesser von bis zu 80 Metern erreichen. Die physikalischen Eigenschaften der Salzschicht garantieren eine natürliche Dichtheit der Kavernen. Kavernenspeicher dienen neben dem saisonalen Ausgleich vorwiegend der Deckung kurzzeitiger Spitzenlasten im Gasverbrauch.

Aus lagerstättentechnischen Gründen muss in einem Erdgasspeicher ein gewisses Gaspolster, das Kissengas, vorgehalten werden. Kissengas ist notwendig, um den minimal notwendigen Speicherdruck für eine optimale Ein- und Ausspeicherung zu gewährleisten sowie die erforderliche Standfestigkeit der Kavernen zu garantieren.