Sicherheit bei Bohrarbeiten

Der unkontrollierte Austritt von Kohlenwasserstoffen aus dem Untergrund ist eines der größten Risiken bei den Bohrarbeiten. Um diese potenzielle Gefahr zu beherrschen nutzt DEA modernste Sicherheitstechnik. Diese umfasst drei wesentliche Komponenten.

Bohrspülung gleicht Druck aus

Gas und Öl lagert in Gesteinsporen tief unter der Erdoberfläche. Je nach Dichte des Gesteins und in Abhängigkeit der Tiefe herrschen dort verschieden hohe Drücke. Damit die Rohstoffe nicht unkontrolliert durch das Bohrloch emporsteigen und austreten, wird durch die Bohrstränge eine Spülung in die Bohrung eingebracht. Der hydrostatische Druck dieser Spülung wirkt dem Porendruck entgegen und verhindert so ein ungewolltes Austreten der Rohstoffe.

Bohrlochabsperr­vorrichtung schließt Bohrloch sicher ab

Ein zentrales Sicherheitselement bei Tiefbohrungen ist die Bohrlochabsperrvorrichtung, genannt Blow-Out-Preventer. Diese Vorrichtung funktioniert durch unabhängig voneinander arbeitende und übereinander angeordnete Absperrschieber und ringförmige Manschetten. Angebracht werden diese direkt über dem Bohrloch, also auf dem Erd- oder Meeresboden. Die Absperrvorrichtung umschließt bei Bedarf das Bohrgestänge und dichtet dieses ab. Sollte im Extremfall ein Totalabschluss notwendig sein, durchtrennen Scherbacken das Gestänge und verschließen das Bohrloch. Die Absperrschieber werden von einem Hydrauliksystem angetrieben und können automatisch und auch manuell aktiviert werden. Regelmäßige Inspektionen und diverse Tests an den Absperrvorrichtungen der DEA gewährleisten jederzeit einen problemlosen und sicheren Einsatz.

Zementierung versiegelt und stabilisiert die Rohrsegmente

Die Verrohrung schützt langfristig das Bohrloch vor den umliegenden Gesteinsschichten. Mit Zement werden die teleskopartig ineinander gesteckten Rohrsegmente stabilisiert und versiegelt. Dabei sorgt die Zementierung für eine abrissfeste, gas- und flüssigkeitsdichte Verbindung. So wird ein unkontrollierter Austritt von Kohlenwasserstoffen verhindert, der zu Beschädigungen und Korrosion an der Verrohrung führen kann.

Schematische Darstellung von Verrohrung und Zementierung bei einer Gasbohrung in Niedersachsen, Deutschland

Die Zementierung muss sehr langlebig sein und wird deshalb den jeweiligen Lagerstättenverhältnissen individuell angepasst. Mess- und Kontrollverfahren überprüfen kontinuierlich die Funktionalität der Zementierung.