Sicherheit bei Förderung

Nach einer erfolgreichen Bohrung ergreift DEA eine Reihe weiterer Sicherheitsmaßnahmen bei der Förderung. Die verrohrte Bohrung wird für die Förderung speziell hergerichtet. Dabei steht die sichere Beherrschung der Drücke und des jeweiligen Fördermediums im Vordergrund. Um diese zu gewährleisten, werden folgende Sicherheitskomponenten eingesetzt.

Abdichtelement sichert Förderstrang

Ist eine Bohrung fertiggestellt und gereinigt, beginnt der Einbau des Förderstrangs. Dazu werden einzelne, rund 9,5 Meter lange Rohre zu einem langen Rohrstrang zusammengeschraubt. Am Ende dieses Stranges befindet sich ein Abdichtelement, der sogenannte Packer. Dieser besteht aus einem Rohr, über das eine extrem belastbare Gummimanschette gezogen ist. Der Packer wird in den Förderstrang eingeführt und die Manschette drückt sich dann gasdicht an die Innenwand dieses Förderstranges. Über das Packerrohr werden dann Schutzflüssigkeiten in den entstandenen Hohlraum eingebracht.

Untertagesicherheitsventil schließt selbsttätig und sicher

Sicherheitsvorrichtungen am Förderstrang

Bei Bohrungen, in denen wegen der Druckverhältnisse Öl oder Gas auf natürliche Weise fließt, sind in rund 50 bis 90 Meter Tiefe Untertagesicherheitsventile installiert. Dieses haben die Form eines Zylinders und sind mit Kugelventilen ausgestattet. Im normalen Betrieb wird das Ventil mit Hilfe einer hydraulischen Druckbeaufschlagung offen gehalten. Fällt dieser Druck ab, schließt das Ventil selbsttätig. Von der ständig besetzten Messwarte aus kann das Sicherheitsventil jederzeit auch manuell verschlossen werden. So ist ein sicherer Verschluss der Bohrung in Ausnahmesituationen stets gewährleistet. 
 

Eruptionskreuz schützt die Förderung

Sämtliche Rohre und auch der Förderstrang werden in einer Verflanschung abgefangen und abgedichtet. Darauf befindet sich das sogenannte Eruptionskreuz, das bei der Förderung die gleiche Funktion hat wie der Blow-Out-Preventer beim Bohren. Es ist mit mehreren Schiebern ausgestattet und dient als Bohrlochabschluss einer erfolgreichen Bohrung. Sollten das Eruptionskreuz oder angeschlossene Leitungen beschädigt werden, sorgen entweder Kontaktmanometer oder ein Druckabfall in den Steuerleitungen automatisch für das sichere Einschließen der Bohrung.