Flüchtlinge machen Praktika bei DEA

Unternehmen spielen beim Thema Integration eine wichtige Rolle.

Firmen können helfen, Flüchtlingen und Mi­granten eine Arbeit und eine Aufgabe zu geben. Das ist auch in Wietze so, wo Afshan Ahmed, die Integrationsbeauftragte der Gemeinde, Kontakt zu den ansässigen Firmen aufnahm und um deren Unterstützung warb. »Für die DEA ist es selbstverständlich, dass wir uns vor Ort in den Gemeinden, in denen wir tätig sind, gesellschaftlich engagieren«, sagt Thies Dose, Leiter des DEA-Labors in Wietze. Das Unternehmen entschloss sich daher, Praktikumsplätze anzubieten.

Wie der Zufall es wollte, waren unter den 70 Flüchtlingen in Wietze auch zwei junge studierte Geologen aus dem Sudan, die nach einem Bewerbungsgespräch als Praktikanten im Labor anfangen konnten. Einer von ihnen war Abotalib Hussein. Nach einer Odyssee hatte er 2015 ohne seine Familie Deutschland erreicht und kam kurze Zeit später nach Wietze. Dort hat er in mehreren Sprachkursen sehr gut Deutsch gelernt. Nach einem einmonatigen Sprachpraktikum bei DEA im Sommer 2017 konnte er nun ein dreimonatiges Integrationspraktikum anhängen. Zu seinen Aufgaben gehörte es unter anderem, Bohrkerne auszumessen. Außerdem unterstützte »Abo«, wie er schon nach kurzer Zeit genannt wurde, die Kollegen maßgeblich dabei, Gesteinsproben aus dem Bohrbetrieb ins Kernarchiv des Labors zu überführen. »Das war eine gute Kombination aus körperlicher und geologischer Arbeit und hat Spaß gemacht«, sagt Abotalib Hussein. Er habe es sehr geschätzt, einer täglichen Arbeit nachzugehen, eine Aufgabe zu haben und mit netten Kollegen zusammenzuarbeiten, berichtet der 34-Jährige. Das Labor habe ebenfalls sehr positive Erfahrungen gemacht, ergänzt Laborleiter Dose, und auch künftig werde man Praktika für Flüchtlinge mit geeigneter Qualifikation anbieten.

Beim Förderbetrieb Niedersachsen der DEA in Schülingen-Holtebüttel haben bereits im vergangenen Jahr ein Geologe und ein Erdölingenieur aus Syrien jeweils mehrwöchige Praktika absolviert.