Jeder Handgriff muss sitzen »Managementsystem« – das ist keine theoretische Angelegenheit, sondern ein konkretes Instrument

Mit einem integrierten Managementsystem stellt DEA sicher, dass das Unternehmen in puncto Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, Umweltschutz, Qualität und Energiemanagement die gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen erfüllt und die eigenen anspruchsvollen Standards und Ziele erreicht. Am Beispiel der 30 Gastrocknungsanlagen im Förderbetrieb Niedersachsen lässt sich zeigen, wie dies konkret funktioniert.

Herzstück des integrierten Managementsystems sind die zehn QHSSE-Leitlinien, an denen sich das Unternehmen ausrichtet. Zu ihnen gehört zum Beispiel der Grundsatz, das operative Geschäft unter Anwendung innovativer Techniken zu führen. Genau dies geschieht im tagtäglichen Betrieb auf den Gastrocknungsanlagen. Die 30 Anlagen, in denen das geförderte Gas getrocknet und anschließend ins Erdgasnetz weitergeleitet wird, arbeiten in einem voll automatisierten Betrieb. Sensoren erheben alle sicherheits- und produktionsrelevanten Daten. Der gesamte Datenbestand wird rund um die Uhr in der Leitwarte in Völkersen überwacht. Bewegen sich die überwachten Parameter außerhalb eines definierten Bereichs, überprüft das Schichtpersonal die Gastrocknungsanlage per Fernzugriff, bei kritischen Themen können die Mitarbeiter den Produktionsprozess stoppen und sofort eine erste technische Reaktion vor Ort koordinieren.

Ein Team aus Feldhandwerkern, Schichtführern, Instandhaltungs- und Fördermeistern kümmert sich systematisch darum, dass die Anlagen einwandfrei funktionieren. Jede Anlage wird im rotierenden Schichtbetrieb täglich inspiziert. Dabei geht es vor allem darum, alle relevanten Teile in Augenschein zu nehmen, kleinere Reparaturen vorzunehmen, Betriebsmittel nachzufüllen, Einstellungen zu überprüfen und Proben zu entnehmen. »Wir haben es mit unterschiedlichen brennbaren Gefahrstoffen und damit einhergehenden Explosionsgefährdungen zu tun und begegnen diesen konsequent mit einer Vielzahl von technischen und organisatorischen Maßnahmen«, sagt Frank Nußpickel, Leiter der Abteilung Obertagetechnik.

Qualifikation und Unterweisung

Die Mitarbeiter sind für alle Aufgaben vor Ort entsprechend qualifiziert und ausgebildet. Es finden regelmäßige Schulungen und Qualifikationen statt – dies ist ein wesentlicher Bestandteil des Managementsystems der DEA. Zusätzlich geben exakte Betriebsanweisungen den Mitarbeitern vor, wie sie bestimmte Tätigkeiten sicher auszuführen haben. »Außerdem unterweisen wir unsere eigenen Mitarbeiter und die Kontraktoren regelmäßig in sicherheitsrelevanten Themen«, berichtete Mihaela Torozan, Fachkraft für Arbeitssicherheit im Förderbetrieb Niedersachen. Zu guter Letzt gehören regelmäßige Notfallübungen in Verbindung mit der korrekten Verwendung der gesamten persönlichen Schutzausstattung zum Standard.

Der letzte meldepflichtige Unfall im Förderbetrieb Niedersachsen mit einem eigenen Mitarbeiter hat sich vor circa dreieinhalb Jahren ereignet. Bei den Partnern und Kontraktoren ist ein solcher Unfall knapp zwei Jahre her. Die Unfälle passieren fast nie bei den eigentlichen Kerntätigkeiten vor Ort, sondern im Umfeld. Stolpern und Ausrutschen führen die Unfallstatistik an.

Konzept für die Wartungsarbeiten

Unter den gleichen Bedingungen wie die täglichen Wartungsarbeiten werden auch die zweiwöchige Jahresinspektion und alle fünf Jahre die dreiwöchige TÜV-Jahresinspektion durchgeführt. Das komplette Instandhaltungskonzept ist im Managementsystem verankert, das nicht zuletzt dazu dient, die Beachtung gesetzlicher Vorschriften, aber auch die darüberhinausgehenden, umfangreicheren Standards der DEA sicherzustellen. DEA ist zertifiziert, hat also in externen Audits unter Beweis gestellt, dass das Managementsystem einem bestimmten Standard entspricht. Die Zertifikate sind eine Art Gütesiegel, das für Investoren, Banken und Meinungsbildner eine wichtige Informationsquelle darstellt. Darüber hinaus führt DEA in den Betrieben und größeren Organisationseinheiten jedes Jahr eigene Audits durch.