Was gute Führung für uns heißt

Nachhaltigkeit ist eine strategische Säule in der Geschäftsführung von DEA. Ein Management, das eine nachhaltige Entwicklung verfolgt, ermöglicht einem Unternehmen, auf verantwortungsvolle Weise mit Mitarbeitern, den Menschen in unserem Umfeld und mit der Umwelt umzugehen.

Mit Corporate Governance bezeichnen wir das gesamte System, mit dem wir unser Unternehmen leiten und überwachen. Die Verantwortlichkeiten sind klar voneinander getrennt, d. h. der Vorstand übernimmt die Leitung, der Aufsichtsrat die Kontrolle und Überwachung der DEA Deutsche Erdoel AG. Beide Gremien arbeiten effizient zusammen und berichten gegenseitig transparent aneinander.

Unser Aufsichtsrat besteht aus zwölf Mitgliedern: sechs Anteilseignervertreter und sechs Arbeitnehmervertreter. Das Bekenntnis zu hohen Corporate-Governance-Standards und verantwortungsvoller Unternehmensführung bedeutet in der Praxis auch eine klare Haltung zu Nachhaltigkeit seitens der Unternehmensleitung sowie zu einer genauen Betrachtung von Chancen und Risiken entlang der Wertschöpfung und bezüglich der immer stärker auf die Agenda rückenden Nachhaltigkeitsthemen.   

DEA orientiert sich am Deutschen Corporate Governance Kodex 

Wir orientieren uns am Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), in dem die Deutsche Corporate Governance Kommission international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung formuliert. Die DEA Deutsche Erdoel AG hatte bereits im Dezember 2002 eine Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex veröffentlicht.

Der mit international erfahrenen Mitgliedern besetzte Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung der Gesellschaft. Hierzu zählen die Entwicklung von Produktion, Kosten, Erlösen und die Ertragslage sowie die Unternehmensplanung und alle wesentlichen Geschäftsvorgänge. Weiterhin werden die unternehmerische Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft sowie Fragen zur Chancengleichheit – beispielsweise des Anteils von Frauen – vom Aufsichtsrat kontrolliert.

Der durch den Aufsichtsrat bestellte Prüfungsausschuss befasst sich mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie der internen Revision. Die Auswahl und die Sicherstellung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers liegen ebenfalls in der Zuständigkeit des Prüfungsausschusses.   

Konzerneinheitliches Risikomanagement bei DEA

Das unternehmerische Handeln der DEA ist darauf ausgerichtet, Chancen optimal zu nutzen und gleichzeitig Risiken zu begrenzen. Ein konzerneinheitliches Risikomanagementsystem trägt durch kontinuierliche Früherkennung, standardisierte Erfassung, Bewertung, Steuerung und Überwachung dem Risikoaspekt im Rahmen aller Entscheidungen und Geschäftsprozesse der DEA Rechnung.

Das Risikomanagement bei DEA lässt sich anhand eines an unsere Unternehmensstruktur angepassten sogenannten Three-Lines-of-Defense-Modells veranschaulichen. Dieses Modell der drei „Verteidigungslinien“ ist weit verbreitet und zeigt, wie ein Kontroll- und Überwachungssystem in einer Organisation funktioniert. 

In der ersten Verteidigungslinie werden Risiken identifiziert, beurteilt sowie ausgeschlossen oder vermindert, wo sie entstehen könnten: im Tagesgeschäft. Die zweite Sicherungslinie beinhaltet unter anderem Risikomanagement-, Controlling-, QHSSE- und Compliance-Funktionen. Sie unterstützt und überwacht die erste Verteidigungslinie. Durch ein „Risk Committee“ werden Risiken aggregiert und gegenüber dem Prüfungsausschuss berichtet.

In der dritten Sicherungslinie überwacht die Interne Revision Angemessenheit und Wirksamkeit der Prozesse der ersten beiden Verteidigungslinien.  

Regelmäßige Überprüfung durch Experten

Der Bestimmung der Reserven als einer der Messgrößen für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens kommt eine besondere Bedeutung zu. Daher orientieren sich die internen Kontrollen an den Standards 2007 SPE/AAPG/WPC/SPEE PRMS. Die Reserven werden durch die RPS Group Plc., einem unabhängigen Experten, auditiert.

Die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2017 sowie die Lageberichte sind durch die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.