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Hamburg, 21.02.2019

Signifikantes Wachstum für Wintershall DEA geplant

  • Größter unabhängiger Gas- und Ölproduzent in Europa entsteht

  • Produktion soll um 40 Prozent gesteigert werden

  • Synergien in Höhe von mindestens 200 Millionen Euro jährlich

  • Personalabbau in Deutschland und Norwegen

Hamburg / Kassel. Der Zusammenschluss der beiden deutschen Traditionsunternehmen Wintershall und DEA geht voran: Die Unternehmen haben die entsprechenden behördlichen Genehmigungen inzwischen beantragt und rechnen mit dem Zusammenschluss (Closing) im ersten Halbjahr 2019. Damit wird Wintershall DEA zu Europas größtem unabhängigen Gas- und Ölproduzenten. 

Die durchschnittliche Tagesproduktion von Wintershall und DEA von zusammen 575.000 Barrel Öläquivalent (pro-forma 2017) will das neue Unternehmen um rund 40 Prozent auf künftig 800.000 Barrel zwischen den Jahren 2021 und 2023 steigern. Dieses Wachstum soll sowohl aus dem bisherigen Portfolio der beiden Unternehmen kommen als auch aus neuen Förderregionen. DEA ist seit kurzem in Mexiko aktiv, Wintershall ist der Einstieg in eine neue Öl- und Gaskonzession in Abu Dhabi gelungen.

Mit dem Zusammenschluss werden übergreifend auch Synergieeffekte bei Betrieb, Investitionen und Personal in Höhe von mindestens 200 Millionen Euro pro Jahr angestrebt. Geplant ist unter anderem von insgesamt 4.200 Stellen weltweit (Vollzeit-Stellen inklusive Joint Ventures) rund 1.000 Stellen sozialverträglich abzubauen, davon rund 800 Stellen in Deutschland. In Norwegen ist geplant, rund 200 Stellen abzubauen, hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Abschluss großer Entwicklungsprojekte.

Der größte Teil des Personalabbaus in Deutschland, mehr als die Hälfte, ist in den Konzernfunktionen an den beiden Standorten in Hamburg und Kassel vorgesehen. Aber auch an den Förderstandorten in Deutschland sollen Stellen abgebaut werden. Sitz der künftigen Geschäftseinheit für die Öl- und Gasproduktion in Deutschland wird Hamburg sein.
Der bisherige Sitz der deutschen Wintershall-Aktivitäten in Barnstorf (Kreis Diepholz) wird im zusammengeführten Unternehmen ein Produktionsstandort und Logistikzentrum bleiben - mit verschiedenen Untertage-Services, dem kürzlich eröffneten Technologie-Zentrum, zentralem Bohrkernlager sowie Ausbildungszentrum. Das Labor und das Bohrkernlager der DEA im niedersächsischen Wietze (Landkreis Celle) ziehen daher nach Barnstorf um. Der Standort Wietze soll geschlossen werden.

Der geplante Stellenabbau und die Verlagerung von Aktivitäten sind aktuell Gegenstand der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen. Der entsprechende Konsultationsprozess hat in Deutschland im Januar dieses Jahres begonnen. In Norwegen laufen diese Konsultationen seit November 2018. Wintershall und DEA haben garantiert, dass es bis zum 30. Juni 2020 keine betriebsbedingten Kündigungen geben soll. Auch Standortschließungen soll es in diesem Zeitraum nicht geben. Die Sozialpartner arbeiten zurzeit an sozialverträglichen Lösungen für die notwendigen Personalanpassungen.

Ansprechpartner:
Uwe-Stephan Lagies
Leiter Unternehmenskommunikation
T          +49 40 6375 2511
M         +49 162 273 2511

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